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CARPE
Ein Entwicklungsprojekt innerhalb des Fachgebietes Betreuung von Menschen mit Behinderungen durchgeführt in Kommunen des Verwaltungsbereichs Stockholm
1. Januar 2009 – 31. März 2012
CARPE wird von der EU mitfinanziert. Seit dem Beginn nehmen die Kommunen Huddinge, Järfälla, Sollentuna, Stadt Lidingö, Tyresö und die Stadt Stockholm teil. Weitere Kommunen werden am Projekt teilnehmen.
Unterstützungspartner des Projektes sind:
Das Zentralamt für Gesundheits- und Sozialwesen, die Provinzialregierung in Stockholm, die Abteilung für Habilitierung in der Provinz Stockholm, der Verband der Stockholmer Kommunen und der Gewerkschaft der Kommunalangestellten auf sowohl nationaler wie regionaler Ebene.
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Bedarf und Probleme
Die Betreuung von Menschen mit Behinderungen ist ein eigenes und spezifisches Fachgebiet und sollte nicht mit anderen Fachgebieten - wie z. B. der Betreuung alter Menschen - vermischt werden.
Seit der Kommunalisierung (1994) hat sich das Fachgebiet stark verändert:
- Neue Nutzer kommen aus dem Elternhaus und nicht - wie früher - aus Institutionen
- Viele Nutzer haben heute Migrationshintergrund
- Die technische Entwicklung hat enorme Fortschritte gemacht
- Die Diagnosen sind verändert worden
Während des Vorprojekts haben Mitarbeiter in sechs Kommunen ihren Bedarf an notwendiger Kompetenzentwicklung beschrieben. Auch die Unterstützungspartner des Projekts haben diesen Kompetenzbedarf, aus ihrer Sicht, dargelegt. Das bedeutet, dass das Projekt ein umfassendes Bild des erforderlichen Bedarfs an Kompetenzentwicklung nachweisen kann. Dieser Bedarf kann nur in geringem Umfang vom heutigen Ausbildungssystem gedeckt werden.
Zweck
Der hauptsächliche Zweck des Projektes ist:
- Ein Bewusstsein für das Fachgebiet bei Entscheidungsträgern auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene sowie bei Schulen und potentiellen zukünftigen Mitarbeitern zu schaffen
- Ausgehend von dem im Vorprojekt beschriebenen Bedarf, spezifische Maßnahmen zur Kompetenzentwicklung in prozessualer Form zu entwickeln und durchzuführen
- Aufbau von mehr Arbeitsplätzen mit einem hohen Maß an gegenseitigem Vertrauen, um die vorhandenen Kompetenzen zu nutzen und die Entwicklung jedes einzelnen Mitarbeiters zu unterstützen
- Anregung einer nationalen und regionalen Diskussion für eine adäquate Bezeichnung sowohl des Fachgebietes als auch der Mitarbeiter
- Schaffung von Voraussetzungen, um längerfristig ein Bildungszentrum für Behindertenfragen im Verwaltungsbereich Stockholm einzurichten.
Ausführung
Das Projekt umfasst Mitarbeiter in kommunalen Einrichtungen gemäß den Kriterien des ESF beim aktuellen Aufruf zur Interessenbekundung. Ein Zusammenwirken mit allen regionalen Akteuren, die die Betreuung von Menschen mit Behinderungen weiterentwickeln wollen, sowie mit wichtigen nationalen Akteuren auf diesem Fachgebiet wird angestrebt.
Teilnahme alleine ist nicht ausreichend, um ein Projekt erfolgreich zu machen, sondern jeder Teilnehmer muss sich als Teilhaber verstehen. Um dies zu erreichen, ist das Projekt als Netzwerk mit „Kompetenzvertretern“ und Leiter/innen organisiert, ergänzt durch verschiedene repräsentative Komitees und Arbeitsgruppen aus allen Kommunen.
Nach Abschluss des Projekts wird eine große Anzahl Individuen aus unterschiedlichen Verwaltungsebenen in verschiedenen Gruppen teilgenommen und sich bei gemeinsamen Kursen und Vorlesungen kennengelernt haben, um mit Kolleg/innen aus anderen Kommunen Entwicklungsfragen zu diskutieren. All dies zielt darauf ab, ein breites Kontaktnetz auch nach abgeschlossenem Projekt möglich zu machen.
Für weitere Informationen:
Carina Schmidt 0046-8-508 25 410, carina.schmidt@stockholm.se.
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